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So kommen Sie zu Ihrem Angelschein

19.06.2017 12:36

Ob kleiner Angelteich oder großer See - an den meisten Gewässern in Deutschland und den benachbarten Nationen werden Sie nicht einfach am Angelplatz loslegen können. Stattdessen muss eine Genehmigung vorliegen, die Sie als qualifizierter Angler auszeichnet und somit ein wildes Fischen in Teichen aller Art verhindert. Mit dem Angelschein liegt die entsprechende Qualifikation vor, die jeder angehende Angler durch eine Fischereiprüfung erwerben muss. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Schritte Sie bis zum Angelschein absolvieren müssen und wie Sie vom Angelverein bis zum richtigen Equipment eine optimale Unterstützung erhalten.

Hängen Angelschein und Angelplatz zusammen?

In Deutschland und Nachbarländern wie Österreich ist zwischen dem Angelschein und dem Gewässerschein zu unterscheiden. Der Angelschein ist eine weitreichende Qualifikation, die als universelle Befähigung zum Angeln bzw. Fischen erteilt wird. Durch das Bestehen der Prüfung hat der Inhaber des Angelscheins nachgewiesen, sich mit der Technik des Angelsports auszukennen und die Auswirkungen auf Umwelt und Natur abschätzen zu können. In Deutschland gibt es nach groben Schätzungen aktuell 1,5 Millionen Menschen, die im Besitz des wichtigen Dokumentes sind.

Hierneben gibt es den Gewässerschein, der in seiner Bedeutung deutlich hinter dem Angelschein steht. Der spezielle Schein wird lediglich für ein bestimmtes Gewässer wie einen Angelteich oder einen See ausgestellt. Der Gewässerschein ist ein schriftliches Dokument, das ausschließlich der Eigentümer des entsprechenden Gewässers ausstellen kann, z. B. einer Privatperson oder einem Angelverein. Das Dokument stellt eine Genehmigung dar, am entsprechenden Angelplatz fischen zu dürfen. Ob hierfür eine weitreichende Qualifikation wie ein Angelschein vorliegt oder nicht, ist für die Ausstellung eines Gewässerscheines unerheblich.

Muss für den Angelschein einem Angelverein beigetreten werden?

Um in deutschen oder europäischen Gewässern zu angeln oder zu fischen, ist die Mitgliedschaft in einem Angelverein nicht notwendig. Auch zum Erwerb des Scheins muss eine solche Mitgliedschaft nicht vorliegen. In Deutschland ist die Abnahme der Prüfung behördlich durch den Landessportfischverband bzw. die untere Fischereibehörde geregelt. Grundsätzlich kann jeder die Prüfung ablegen, der sich hierfür qualifiziert fühlt und zukünftig an jedem Angelplatz verantwortungsvoll angeln oder fischen möchte.

In der Praxis ist es dennoch üblich, dass viele passionierte und qualifizierte Angler Mitglied in einem Angelverein sind. Gerade für Laien ist es eine wertvolle Hilfe, sich einem Angelverein anzuschließen und verschiedene Techniken sowie die Auswahl des Equipments von Profis zu lernen. Nicht selten ist der Angelverein Eigentümer von fischbaren Gewässern bzw. kann Empfehlungen in der Region aussprechen. Wer die Vereinsarbeit scheut und lieber alleine sein Glück auf den großen Fang herausfordern möchte, kann dies an jedem genehmigten Angelplatz auch ohne Angelverein tun.

Was muss für den Angelschein gelernt werden?

Der Angelschein kann grob mit einem Führerschein für das Auto fahren verglichen werden. Für seinen Erwerb müssen Kurse besucht werden, die je nach Bundesland als mehrtägige Seminare oder Online-Lernprogramme angeboten werden. Im Rahmen dieser Ausbildung erfahren Interessenten am Angelschein alles wichtige, was sie in der späteren Angelpraxis benötigen. Hierzu gehören:

  • alles Wichtige zum Thema Angelplatz
  • verschiedene Methoden des Angelns und Fischens
  • Rute, Köder und weiteres Equipment.
  • Wissenswertes zu Gewässern und Fischarten

Durch die Kurse soll gewährleistet sein, dass sich jeder erfolgreiche Absolvent verantwortungsbewusst und intelligent jedem Angelplatz nähert. Er sollte wissen, wie er seine Rute beherrscht und wie unnötige Schäden an Fisch und Natur verhindert werden können. Für jeden Laien ist es dringend zu empfehlen, einen Vorbereitungskurs abzulegen und sich sehr genau mit den Fragen und Themen auseinanderzusetzen. Alleine hierdurch sind gute Chancen gegeben, erfolgreich durch die Fischerprüfung zu gelangen.

Die Fischereiprüfung - gute Vorbereitung ist wichtig

Wer sich gut genug vorbereitet fühlt, sollte die Fischereiprüfung ablegen und hiermit den entscheidenden Schritt in Richtung Angelschein gehen. Die Prüfung wird in jeder Stadt oder Gemeinde in Deutschland in regelmäßigen Abständen angeboten. Damit eine Teilnahme an der Prüfung möglich wird, ist eine schriftliche Anmeldung mit einer Frist von einigen Wochen im Voraus notwendig. Je nach Gemeinde kann diese Anmeldung bequem online erfolgen, andere bestehen klassisch auf die persönliche oder schriftliche Anmeldung.

Je nach Gemeinde kann die Prüfung nur zweimal im Jahr angeboten werden. Dies ist ungünstig, wenn Sie schnell zu Ihrem Angelschein gelangen möchten und an einem bestimmten Termin nicht können. In dieser Situation lohnt es sich, einen Ausnahmeantrag zu stellen und die Prüfung in einer anderen Gemeinde zu absolvieren. Auf den später zu besuchenden Angelplatz hat dies keinen Einfluss, da Sie wie unten gezeigt noch weitere Dokumente für ein uneingeschränktes Angelvergnügen benötigen.

Reicht der Angelschein aus, um überall zu angeln?

Gerade Laien unterliegen dem Irrtum, dass sie nach der bestandenen Prüfung ohne weitere Auflagen an jeden Angelplatz herangehen dürfen. Dabei ist der Angelschein lediglich die absolute Grundlage, um fernab sonstiger Einschränkungen angeln oder fischen zu dürfen. Ist die Prüfung bestanden, muss bei der zuständigen Stadt oder Gemeinde ein Fischereischein abgeholt werden. Diese blaue Karte wird von der Verwaltung ausgestellt, hierfür muss das Zeugnis der bestandenen Prüfung mitgenommen werden.

Auch die blaue Karte alleine reicht noch nicht für den Angelplatz aus. Stattdessen ist ein Erlaubnisschein zu kaufen, der für einzelne Gewässer der jeweiligen Region gilt. Im Regelfall wird das Dokument von Angelläden der jeweiligen Region angeboten, wobei nicht zwingend ein einziger Angelplatz auf der Karte vermerkt sein muss. Auf privatem Gelände kann theoretisch auch die Erlaubnis zum Angeln oder Fischen erteilt werden, ohne dass ein Nachweis der Qualifikation vorliegt. Bei einem Angelverein und bei öffentlichen Gewässern wird hingegen strikt auf die Eignung des Anglers geachtet, bevor dieser einen bestimmten Angelplatz aufsuchen kann.

Angelschein: Kosten und weitere praktische Infos

Da es sich um ein offizielles Dokument handelt und eine offizielle Prüfung abgelegt werden muss, fallen für den Angelschein Kosten an. Diese sind von Gemeinde zu Gemeinde verschieden, im Regelfall bewegen sie sich um die 50 Euro. Hierbei geht es lediglich um die Teilnahme an der Prüfung, die Vorbereitungen auf den Prüfungsteilnahme sind noch nicht eingerechnet. Abhängig davon, ob Sie die Vorbereitung online oder persönlich bei einem Angelverein absolvieren, müssen Sie mit mehr oder weniger teuren Zusatzkosten rechnen. Insgesamt sind 100 Euro ein guter Richtwert, bis Sie erstmals zu einem Angelplatz durchstarten können.

Falls Sie von der genannten Ausnahmeregelung Gebrauch machen möchten und die Prüfung in einer anderen Stadt absolvieren wollen, fallen Sondergebühren von 15 Euro oder mehr an. Der Fischereischein selbst, den Sie erst nach Bestehen Ihrer Prüfung bei der Gemeinde ausgehändigt bekommen, kostet im Jahr zwischen 15 und 20 Euro. Letztlich werden Sie Geld für den jeweiligen Angelplatz zahlen müssen, wobei der Erlaubnisschein ebenfalls große Kostenunterschiede aufweist. Bei einem größeren Angelplatz mit hohen Fischbeständen müssen Sie mit einem höheren Preis rechnen als bei einem kleinen Angelteich ohne nennenswertes Fischvorkommen.

Neben dem Angelschein die optimale Ausrüstung finden

Alleine den Angelschein bestanden zu haben und mit der richtigen Genehmigung am Angelplatz zu erscheinen, wird Ihnen noch keine Freude am Angelsport garantieren. Wenn Sie für den Angelschein Kosten und Mühen nicht gescheut haben, sollten Sie auch für Ihr Equipment entsprechend Geld einrechnen. Die Grundausstattung mit ein oder mehreren Ruten, Ködern und der richtigen Tasche für Ihre Angelausrüstung dürfen an keinem Angelplatz fehlen. Außerdem lohnt es sich, über sinnvolles Zubehör als Zusatz nachzudenken und sich viele Handgriffe am Angelplatz zu erleichtern. Entscheiden Sie sich beispielsweise für einen Kescher mit gummiertem Netz, der besonders für große Fischarten geeignet ist und ein sicheres Handling ohne Gefährdung des Tieres ermöglicht.

Einkleidung, Equipment & Co. für Ihren Angelplatz auswählen

Die richtige Bekleidung für den Angelplatz ist ein weiterer Faktor, um sich neben dem Angelschein optimal auf Ihren nächsten Angelausflug vorzubereiten. Überlegen Sie beim Kauf Ihrer Kleidung, ob Sie in einem stehenden oder fließenden Gewässer fischen und ob es sonstige Besonderheiten rund um den Angelplatz zu beachten gibt. Haben Sie einen sicheren Stand am Ufer oder müssen Sie lange Zeit im Gebüsch und unwegsamem Gelände ausharren? Von der Beantwortung dieser Fragen hängt wesentlich Ihre Schuhwahl und das Tragen Ihrer Anglerhose ab. Universell für jeden Angelplatz geeignet sind Kleidungsstücke wie die Angler-Outdoorweste, die mit vielen praktischen Taschen jedes Zubehör griffbereit hält.

Denken Sie außerdem an die Situation, wenn Sie an Ihrem Angelplatz Erfolg gehabt haben und der große Fang am Netz zappelt. Mit einem Angler-Rucksack mit Kühlfach tragen Sie das richtige Equipment bei sich, um Köder und Fische gleichermaßen professionell zu transportieren. Mit vielen aufgesetzten Taschen haben Sie bei vielen Taschen und Rucksäcken alle Freiheiten, Ihr Zubehör einfach und flexibel unterzubekommen.

Abschließende Tipps rund um den Angelschein

  • Die Fischerprüfung wird in verschiedenen Teilen abgehalten, neben der reinen Theorie wird praktisches Wissen über Gerätekombinationen und das Aussehen einzelner Fischarten abgefragt. Sich völlig alleine auf die komplexe Prüfung vorzubereiten, wird den wenigsten Laien gelingen. Um Ihre Chancen auf den Angelschein zu erhöhen, sollten Sie sich deshalb unbedingt einem Angelverein anvertrauen oder eine der vielen spezialisierten Lehreinrichtungen online oder offline aufsuchen.
  • Wie beim Führerschein sind manche Fragen und Abläufe trickreich. So ist vielen Anglern intuitiv bewusst, wie Sie verschiedene Handgriffe an Geräten aufeinander folgen lassen, das schriftliche Ausformulieren fällt jedoch schwer. Um den Angelschein beim ersten Mal zu erwerben, sollten deshalb jedes theoretische Wissen praktisch umgesetzt werden können und umgekehrt. Gerne hilft ein Angelverein oder sonstiger Dienstleister dabei, individuelle Fragen hierzu zu klären. Oft wissen diese auch, was grob bei der Prüfung abgefragt wird.

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